Lienzer Zeitung - Februar 1898 - Gemeinde Schlaiten - Holzversteigerung

 

Ähnlich der heute durchgeführten Wertholzsubmission konnte mit den Holzversteigerungen sicher ein besserer Preis erzielt werden als im Verhandlungswege mit einem Sägewerk. Der Ausrufpreis von 1 Gulden und 80 Kreuzer für 1 Stamm entsprach knapp 20 kg Brot oder 4 kg Rindfleisch, bzw. ca. 18 Euro. Heute gibt es um diese Summe umgerechnet höchstens noch 7 kg Brot oder 2 kg Rindfleisch.

Merkantilhölzer - für den Handel – wurden am Stock versteigert. Zu der Zeit übernahmen ausschließlich die Käufer das Schlägern und Liefern vom Rundholz.

pdf11076 - 1898-02-05 Lienzer Zeitung - Schlaiten Verkauf Merkantilhölzer.pdf

 


Lagebericht aus Schlaiten im Oktober 1919 in der Lienzer Zeitung

Der Schreiber berichtet über ein desolates Ziegeldach beim Kasperer. Das E-Werk beim Fotz wurde gerade fertiggestellt. Der Betreiber hat jedoch weder das Licht in der Kirche installiert, noch den Segen der Kirche für das neue Werk beantragt.
Die Heimkehrer kommen nach und nach unter das Joch („unter die Haube“). Und über die nicht lebensgefährliche Krankheit in Gantschach werden wir nicht mehr viel in Erfahrung bringen. Vielleicht handelte es sich schlichtweg um Liebeskummer.

pdf11075 - 1919-10-15 Lienzer Zeitung - Schlaiten Pustertal. Unsere Gemeinde aus der Vogelschau.pdf

 


Bericht über den Paulstag in Schlaiten - Osttiroler Heimatblätter vom 28. Juni 1924

Ignaz Ingruber beschreibt in einem Leserbrief recht umfangreich, wie es im späteren 19. Jahrhundert in Schlaiten beim Kirchtag zuging. Es war ein lebhafter Zugang bereits am Vorabend vom Paulstag. Jedes Bett in den Bauernhäusern wurde für die Gäste freigemacht und auch jede Menge Liegerheu wurde hergerichtet. Ein Dutzend Kreuze (Prozessionen) kamen allein noch am Kirchtag in der Früh in unsere Gemeinde.

pdf1924-06-29 Osttiroler Heimatblätter - Kirchtag - Paulstag.pdf 

 


Leserbrief vom 26. März 1926 über den beim Wirt heftig diskutierten möglichen Austausch der Stahlglocken, die angeblich nicht gut klingen.   

Nachdem auch in Tirol im dritten Kriegsjahr alle Glocken „einrücken“ mussten, bestellte die Gemeinde 1922 bei der Firma Kutter in Wien neue Stahlglocken. Bald war man mit dem Klang der Glocken nicht mehr zufrieden und nachdem auch der neue Glockenstuhl fertig war, kam der Wunsch nach neuen gut klingenden Glocken auf.

pdf6008 - 1926-03-26 Leserbrief Kirchenglocken Austausch.pdf

 


Anton Bodenwinkler - "Fotz-Tonik" - gestorben am 11. Februar 1940 im KZ Mauthausen

Den für die Freiheit Österreichs Gestorbenen
Anton Bodenwinkler - in Schlaiten unter dem Namen "Fotz-Tonik" bekannt. Er war der Sohn einer Magd beim vlg. Fotz in Schlaiten. Der Vater war angeblich der Fotz-Sohn Johann Gantschnig, gefallen im Oktober 1914 in Przemysl in Galizien. Anton Bodenwinkler wurde auf Grund seines Glaubens und der Nichtanerkennung des Staates 1940 im Konzentrationslager Mauthausen ermordet.

pdf1940-02-11 Anton Bodenwinkler - KZ Mauthausen.pdf

 


Osttiroler Bote vom 18. Jänner 1948
Bericht über drei Sterbefälle um Weihnachten 1947 und nach Neujahr 1949

11.12.1947 - Lumaßegger Ursula, Röschmutter, geb. Kollnig, 75 Jahre alt
geb. am 14.01.1872 in Tristach, Witwe nach Lumaßegger Johann vlg. Rösch

29.12.1947 - Rainer Elisabeth, Daberermutter, geb. Steiner, 55 Jahre
geb. am 09.12.1892 auf Michelbach, Witwe nach Rainer Josef vlg. Daberer

08.01.1948 - Lottersberger Magdalena, Gantschnigmutter, geb. Lumaßegger, 78 Jahre
geb. am 24.05.1869 in Schlaiten, Witwe nach Lottersberger Franz vlg. Gantschnig

pdf6322 - 1948-01-19 Osttiroler Bote - Rösch- Daberer- und Gantschnigmitter verstorben.pdf

 


Kirchenfenster in der Pfarrkirche Schlaiten nur für einige Jahre - von 1942 bis 1950

Im Jahre 1942 wurden bei der Tiroler Glasmalerei in Innsbruck 10 buntfarbige Glasfenster bestellt. Von diesen Fenstern "überlebten" nur 6 Fenster die nächste Innenrenovierung im Jahre 1950: Hl. Notburga, Hl. Isidor, Hl. Anna, Hl. Schutzengel, Immaculata und Hl. Josef.
Bei der Renovierung 1950 wurden vier Glasfenster im Chor wieder ausgebaut. Zwei Scheiben wurden Antikweiß verglast und zwei weitere Fenster wurden zugemauert - wahrscheinlich wegen zu starkem Gegenlicht . Vor 1942 waren die Kirchenfenster nur mit mattweißen Scheiben verglast. Ausgebaut wurden die Fenster mit den Hl. Don Bosco, der Hl. Elisabeth von Thüringen, Hl. Konrad von Parzham und die Hl. Kleine Theresia von Lisieux. Diese Fenster sind mehr oder weniger unversehrt im Widum-Dachboden gelagert.

pdf1942 - 1950_Pfarrkirche Schlaiten - Kirchenfenster.pdf 

 

 

Glasfenster in der Pfarrkirche Schlaiten - 1942 durch die Tiroler Glasmalerei hergestellt.

erhalten sind: Hl. Notburga, Hl. Isidor, Hl. Anna, Hl. Schutzengel, Immaculata und Hl. Josef

Bei der Renovierung 1950 wurden die vier abgebildeten Glasfenster im Chor wieder ausgebaut. Zwei Schei-ben wurden Antikweiß verglast und zwei Fenster wurden zugemauert - wahrscheinlich wegen zu starkem Gegenlicht . Vor 1942 waren die Kirchenfenster nur mit mattweißen Scheiben verglast.

 

Hl. Don Bosco,

Priester Johannes Bosco

Priester und Ordensgründer - Salesianer

geb. am 16.08.1815 in Castelnuovo

in der Region Piemont/Italien

gest. am 31.01.1888 in Turin

1929 - Seligsprechung

1934 - Heiligsprechung

Patron der Jugend und der

Jugendseelsorger,

der (katholischen) Verleger