Fotos aus der Gemeindechronik - Teil 4 

     
Ab 1. August 1905 - neue Postablagestelle beim Gruber in Schlaiten
     

 

Verlautbarung
in den Bozner Nachrichten
am Sonntag, 23. Juli 1905

 

Von der Post. Am 1. August l. J. tritt für die dem politischen Bezirke Lienz angehörende Gemeinde Schlaiten eine versuchsweise mit erweitertem Wirkungskreise ausgestaltete k. k. Postablage mit der Benennung: "Schlaiten''" im Hause Nr. 4 des Weilers Ganzer (...Gonzach) in Wirksamkeit. Sie wird mit diesem zuständigen k. k. Post- und Telegraphenamte in Lienz durch die von Lienz nach Windisch-Matrei und zurück über Ainet bei Lienz ganzjährig verkehrende Postbotenfahrt und mittels einer im Anschlusse an die Hinfahrt von Schlaiten nach Ainet und zurück täglich verkehrenden Fußbotenpost verbunden. Die k. k. Postablage "Schlaiten" steht also weiter auch mit der in Ainet bei Lienz bestehenden Postablage in unmittelbarer Verbindung; in dieser Verkehrsbeziehung ist jedoch die unmittelbare Postauswechslung im allgemeinen auf gehörig frankierte Briefpostsendungen beschränkt.
Dem Postbezirke der neuen Postablage gehören an:
a) als Ortsbestellbezirk: das Dorf Schlaiten mit den Ortstheilen Gonza-(Gonzach-)Dorf, Lessma-(Meßner-)Dorf, Bacherdorf und Gantschach-(Gantschacher-)Dorf;
b) als Außenbezirk: die Gemeinde Glanz, sowie die Einzelhöfe Kraß, Zeiacher, Daber, Bacher, Unter- und Obertschelling, Göriach, Gruber, Gridling, Plattner, Inner- und Außergonig, Gant, Pedarnig, Gasser und Hupf.

     
    Archiv-Nr. 712
Ingruber Anton, Gruberbauer und (Tochter) Ingruber Notburga
Beim Gruber war früher die Poststelle eingerichtet.

     
Archiv-Nr. 9529
um 1953 Kinder vom Obertschellnig und vom Zaiacher auf einem Baumstamm beim Obertschellnig
v.l.: Gantschnig Theresia - Zaiacher, Waldner Genoveva - verh. Steiner, Waldner Bernadette - Obertschellnig, Gantschnig Jakob - Zaiacher, Waldner Anton - Obertschellnig, Waldner Vroni - verh. Gruber und Gantschnig Maria - Zaiacher;
     
     
     

Archiv-Nr. 6162
Hochzeit am 25. November 1929 Martha Wieser und Philipp Lumaßegger
Martha, geb. 01.06.1905 in Lienz, gest. 06.02.1990
Eltern: Wieser Hermann - Brixen u. Gruber Veronika - Lienz
Philipp, geb. 30.10.1897, gest. 09.11.1947 in Schlaiten Zimmermann beim Außerweberer
Eltern: Lumaßegger Gottfried und Wibmer Magdalena

  Archiv-Nr. 977
Hochzeit am 26. November 1929 Anna Holzer und Thomas Lottersberger vlg. Gantschnig
Anna, geb. 07.06.1893 in Glanz, gest. 15.02.1981 in Schlaiten
Eltern: Holzer Dominikus, vlg. Außerkraß und Cellefontana Cäcilia aus Sapada, Bezirk Auronzo
Thomas, geb. 21.01.1897 - gest. 14.07.1971 in Schlaiten
Eltern: Lottersberger Franz und Lumaßegger Magdalena

 

   

Archiv-Nr. 7947 - Zeitungsausschnitt aus dem Jahre 1929
1929 Dezember Schlaiten. (Hochzeiten.) Am 25. November wurden hier getraut: Philipp Lumaßegger, Zimmermann beim Außerweberer, mit Martha Wieser, Dienstmagd beim Gridling in Göriach. Das Hochzeitsmahl wurde in Heidenbergers Gasthaus zu Ainet gehalten.
In Absam wurden am 26. November getraut: Thomas Lottersberger, Gantschnigbauer in Schlaiten, mit Anna Holzer von Außerkraß. Den Neuvermählten viel Glück und Segen Gottes im neuen Stande!
Strenge Zeiten haben die „Kastenführer" gehabt, denn erstens ist es von Göriach und Glanz ein weiter und beschwerlicher Weg bis Schlaiten, weil die Autostraßen für heuer noch nicht fertiggestellt werden konnten und zweitens mußten zwei Kästen geführt werden, was natürlich genau die doppelte Arbeit und Zeit gekostet hat; drittens endlich, lieber Michl, mußt du wissen, dass bei den hundsmiserablen Wegen der Hinterbergler Gegend so eine Kastenführerwagenmaschine auch eine gehörige Portion Schmirbe braucht, damit die ganze Fuhre mit Kasten und allem Zubehör nicht in Brand geratet und zuguterletzt noch die Feuerwehr eingreifen müßte, nach dem wir heuer bei diesem trockenen Sommer ehedem die allergrößte Wassernot gehabt haben.
Michl, wie gesagt, du hast keine Ahnung, was so eine Kastenführerei im Hinterbergl für eine Schinterei ist. Du hättest drei Wochen darauf noch geschwitzt und gedampft. 
Die Ansprache "Michl" kommt bei dem Berichtschreiber bei mehreren Berichten vor. 

 

 

 

   

7978 1 1931 Brand beim Gridling in GöriachArchiv-Nr. 7978
1931 Brand beim Gridling in Göriach - Schlaiten. (Das zweite große Brandunglück.)
Kaum hatte sich die Bevölkerung vom Schrecken des Brandes in der Fraktion Gantschach erholt, wobei der Anderlerhof mit Scheune in Asche gelegt und die Familie des Bauers Matthias Steiner obdachlos wurde, ist unsere Gemeinde am Sonntag, 8. März, von einem zweiten, noch größeren Brandunblück eimgesucht worden, das den in ganz Osttirol bekannten Gridlingbauer Alois Gridling in Göriach-Schlaiten schwer getroffen hat. Die zwei großen Futterhäuser wurden vollständig vernichtet und das Wohnhaus eines der größten Bauernhäuser des Iseltales, wurde schwer beschädigt, dessen Dachstuhl gänzlich verbrannt. Der übrige Teil des Wohnhauses konnte dank der starken Mauergewölbe und mit Hilfe des geschmolzenen Schneewassers in den Kellerräumen noch gerettet werden. Die Tragik dieses Unglückes erreichte im merkwürdigen Umstand seinen Höhepunkt, dass es vom Ziesohn und Neffen des Abbrändlers Franz Gridling, einem 20jährigen, schwachsinnigen Burschen, durch Brandlegung verursacht wurde, indem er auf dem Dachboden des oberen Stadels an einem Strohhaufen Feuer legte und dann - davonging, nachdem die meisten Kirchleute von Göriach in Schlaiten waren. So begann dieser Schreckenssonntag. Die Leute waren bereits zum Gottesdienste versammelt, als die letzten Kirchgänger von Glanz, als sie in die Nähe der Kirche kamen, die Sturmglocken von der Göriacher Kapelle herunter hörten. Sogleich wurde der Feueralarm in der Kirche verkündet und der Gottesdienst abgebrochen. In Eile strömten die Leute vom Gotteshause auf dem Friedhof. Infolge des nebligen Wetters konnte man kein Haus der Bergfraktion Göriach sehen und so wußte niemand, wo es eigentlich brenne. In banger Unsicherheit eilten die Männer den steilen Weg nach Göriach empor. Die besten Läufer erreichten bereits in einer halben Stunde schweißtriefend die Brandstätte, wo unterdessen ein paar Leute vom Gridlinghof und den Nachbarhäusern, die sogenannten „Heimbleiber" sturmläuteten und aller Eile retteten, was noch zu retten war. An dieser Rettungsaktion beteiligte sich der Gonigersohn Isidor Klaunzer, der als erster auf dem Kirchweg das aufleuchtende Feuer im oberen Futterhause bemerkte und sogleich den Gridlingknecht Alois Demartin und die Magd Karoline Gruber verständigte. Das zufällige Erscheinen des Bauernsohnes Isidor Klaunzer war noch das große Glück im Unglück, dass er noch rechtzeitig im letzten Moment die Hausleute alarmierte, mit deren Hilfe wenigstens die 30 Stück Großvie (28 Rinder und 2 Pferde) gerettet werden konnten, die sonst ebenso sicher verloren gewesen wären wie die 30 Stück verbrannten Schafe, Ziegen und Schweine. - An der Löschaktion beteiligten sich in dankenswerter Weise neben der Ortsfeuerwehr und vielen Frauespersonen auch viele Feuerwehrmänner von Glanz, Ainet und St. Johann i. W. Der Gridlinghof, das größte Knappenhaus aus der alten Bergwerkszeit des Michlbachertales, war noch vor einem halben Jahrhundert einer der größten Bauernhöfe Osttirols und kann als Erbhof betrachtet werden, da er schon über 250 Jahre im Besitz der gleichen Familie steht.

     
     

 

 

Archiv-Nr. 9509
um 1940 - Gridling Domitilla beim Obertschellnig in Göriach
Nach dem Brand beim Gridlinghof und dem Tod ihres Mannes Alois Gridling im Jahre 1931 wohnte Domitilla einige Zeit beim Göriachgruber und dann beim Obertschellnig.
Gridling Domitilla, geb. Unterleibniger, 07.05.1878 - 15.09.1970
Domitilla heiratete am 03.02.1902 den Gridlingbauer Alois Gridling, sie hatten keine Kinder.
Am 8. März 1931 brannte das Anwesen beim Gridling. Am 12. September 1931 verunglückte Alois Gridling tödlich nach einem Absturz bei der Roßkopfwand.

 
Archiv-Nr. 198
Gridling Alois, Gridlingbauer in Göriach und Bauernsekretär, 60 Jahre alt,
verehelicht mit Domitilla Unterleibniger, am Rosskopf abgestürzt, tot aufgefunden,
Eltern: Alban Gridling, Gridlingbauer und Maria Frandl
Auch er war Bauerndoktor wie sein Vater - aber angeblich nicht so gut .....
sein Vater war ein weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannter und anerkannter Bauerndoktor.
 
Archiv-Nr. 9500
um 1940 - Waldner Maria, Gassertochter - am Plattnersteg
geb. am 25.02.1922 - gest. am 12.04.2005
 
Archiv-Nr. 9497
um 1942 Kinder beim Waldner vlg. Gasser
v.l.: Waldner Maria, Alfons, Elisabeth verh. Gantschnig, Josef und Petronilla verh. Engeler
 
Archiv-Nr. 9485
um 1945 - Waldner Josef vlg. Gasser bzw. später Obertschellnig und Plattner Thomas vlg. Plattner
 

Einige Daten von der Familie Lumaßegger vlg. Rösch:
Lumaßegger Balthasar, Bauer am Röschgute, geb. 1769, gest. am 02.07.1839
verheiratet mit Maria Rauter, geb. 1774, gest. am 24.09.1832
4 Kinder:
Dominikus, Bauer beim Rösch - 03.08.1795 - 20.03.1869
Theresia, ledige Inwohnerin beim Rösch - 1810 - 13.-01.1893
Emerenzia, ledig, beim Rösch - geb. 1811 in Windisch Matrei - gest. 18.12.1885 in Schlaiten
Elisabeth - keine Daten

 

Lumaßegger Dominikus, Bauer beim Rösch - geb. 03.08.1795 - gest. 20.03.1869
verheiratet am 14.02.1825 mit Pedarnig Maria vom Kasperer - geb. 29.06.1799 - gest. 09.03.1850
6 Kinder:
Helena, geb. am 07.04.1826
Johann, Bauer beim Rösch - geb. 19.10.1828 - gest. 15.10.1902
Anna, geb. 27.01.1831 - gest. 03.09.1859 (an Typhus - Nervenfieber gestorben)
Heribert, Schustermeister - geb. 10.03.1833 - gest. 01.04.1905
Kunigund, geb. 03.03.1835 - gest. 18.12.1859 (an Typhus - Nervenfieber gestorben)
Petronilla, geb. 16.05.1837 - gest. 21.10.1859 (an Typhus - Nervenfieber gestorben)

 

Lumaßegger Johann, Bauer beim Rösch - geb. 19.10.1828 - gest. 15.10.1902
verheiratet am 07.01.1853 mit Tabernig Ottilia vom Steinergut in Alkus - 1832 - 01.06.1910
10 Kinder:
Maria, geb. 17.01.1854 - gest. 07.12.1856
Peter, geb. 01.03.1855 - gest. 07.09.1861
Johann, Bauer beim Rösch, geb. 14.08.1856 - gest. 13.09.1916
David, Bauer beim Wegscheider, geb. 29.12.1857 - gest. 12.12.1923
Dominikus, geb. 21.04.1859 - gest. 25.06.1911
Gottfried, geb. 08.11.1860 - gest. 23.01.1935
Thomas, geb. 02.09.1862 - gest. 20.11.1895 in Brooklyn bei New York
Heribert, Zimmerer, geb. 11.01.1865 - gest. 08.07.1933
Magdalena, verh. Lottersberger vlg. Gantschnig - geb. 24.05.1869 - gest. 01.01.1948
Maria, geb. 26.12.1875 - gest. 30.03.-1878

 

Lumaßegger Johann, Bauer beim Rösch, geb. 14.08.1856 - gest. 13.09.1916
verh. in erster Ehe am 11.01.1895 mit Gantschnig Theresia vom Fotz - 14.06.1854 - 13.03.1905
2 Kinder:
Josef, Bauer beim Rösch, geb. 17.03.1896 - gest. 08.04.1947
David, geb. 04.03.1898 - gest. 12.03.1898
verh. in zweiter Ehe am 19.06.1905 mit Kollnig Ursula vom Thomaner in Tristach - 14.01.1872 - 11.12.1947
5 Kinder
Maria, St. Josefs Missionsschwester in Brasilien, geb. 26.03.1906 - gest. 26.07.2002
David, geb. 07.03.1907 - gest. 17.03.1907
Franziska, verh. Ingruber, geb. 23.02.1908 - gest. 20.11.1985
Anonymus, geb. 20.10.1913 - gest. 20.10.1913
Johann, verh. in Hermagor, geb. 15.02.1915 - gest. 23.11.1980

     
   

Archiv-Nr. 9448 - um 1890
links: Lumaßegger Gottfried vlg. Außerweberer, Zimmermann beim Außerweberer, geb. in Schlaiten 08.11.1860, gest. in Schlaiten am 23.01.1935
Für die Errettung einer Frau und zweier Kleinkinder aus einer Feuersbrunst beim Innersteiner in Gwabl wurde der Röschsohn Gottfried Lumaßegger feierlich geehrt. Er erhielt dafür am 8. Mai 1904 das vom Kaiser verliehene „Silberne Verdienstkreuz mit der Krone“.
Lumaßegger Gottfried war verheiratet mit Magdalena Wibmer vom Roaner in Gwabl.

 

mitte: event. Pedarnig Thomas, vlg. Innerkraßnig - früher vlg. Unterkasperer
geb. in Schlaiten am 06.03.1836, gest. in Schlaiten am 11.03.1908, verheiratet mit Forcher Maria vom Höfler in Glanz
Jerusalempilger Nr. 345 im September 1901

 

rechts event. Lumaßegger Johann, vlg. Rösch - Bruder von Gottfried

 

     
 
Archiv-Nr. 9460
um 1890 Familie Lumaßegger - Röschleute
sitzend v.l.: die Eltern Lumaßegger Johann und Ottilia, geb. Dabernig
stehend v.l.: Heribert (Bruder von Johann) und Gottfried  und Tochter Magdalena - verh. Lottersberger
     
     
   

 
Archiv-Nr. 1516
Lumaßegger Magdalena, geb. Wibmer und Lumaßegger Gottfried vlg. Außerweberer;
verh. am 20.09.1897 in Schlaiten
Kinder: Philipp, Anna, Franziska und Johann
Gottfried war von 1907 bis zu seinem Tode im Jahre 1935 als Totenbeschauer für die Gemeinde Schlaiten tätig und hat in dieser Zeit 157 Totenbeschauungen protokolliert. 

 

     

Archiv-Nr. 9457
ca. 1906 Lumaßegger Gottfried vlg. Außerweberer mit Familie
v.l.: Lumaßegger Philipp, Gottfried, Magdalena - geb. Wibmer, Franziska und Anna

Lumaßegger Philipp, Zimmermann beim Außerweberer, * Schlaiten 30.10.1897, + Schlaiten 09.11.1947, oo Schlaiten 25.11.1929 Martha Wieser
Lumaßegger Gottfried, Zimmermann beim Außerweberer, * Schlaiten 08.11.1860, + Schlaiten 23.01.1935, oo Schlaiten 20.09.1897 Magdalena Wibmer
Wibmer Magdalena, * Matrei i. Osttirol 24.10.1866, + Schlaiten 23.02.1950, Eltern: Wibmer Gregor, Rainerbauer in Gwabl und Lublasser Theres
Lumaßegger Franziska (Maria), * Schlaiten 04.03.1902, + 27.08.2000, oo Absam 27.10.1925 Josef Mayr
Lumaßegger Anna, * Schlaiten 13.05.1899, weitere Daten nicht bekannt 

     
   

Archiv-Nr. 1873
Pedarnig Thomas, vlg. Kraßnig, früherer Besitzer beim Unterkasperer
Er kauft im Jahre 1889 von Zeiner Alois den Kraßnighof

     
     
 

Archiv-Nr. 9449
unbekannt - event. Rösch oder Außerweberer

das Foto stammt vom Außerweberer - wer kann dazu etwas nähere Angaben machen?

   

 

 

Archiv-Nr. 9395
um 1958 Lumaßegger-Kinder beim Unterweberer in Gonzach
vorne v.l.: Lumaßegger Hirlanda, verh. Huber, Lumaßegger Peter Paul. Lumaßegger Philipp vom Außerweberer;
hinten v.l.: Lumaßegger Bernadette verh. Dorer, Antonia verh. Wolsegger und Elisabeth, verh. Wolsegger;

 
 
9398 1 1958 ca. Lumaßegger-Kinder beim Unterweberer in Gonzach

Archiv-Nr. 9398
um 1958 Lumaßegger-Kinder beim Unterweberer in Gonzach
vorne: Lumaßegger Peter Paul;
dahinter v.l.: Lumaßegger Alois, Antonia - verh. Wolsegger, Hirlanda - verh. Huber, Elisabeth - verh. Wolsegger, Bernadette - verh. Dorer und Seppl;
letzte Reihe: Lumaßegger Hans, Hedwig - verh. Gomig und Theresia - geb. Bergmann

 
Archiv-Nr. 9396
um 1940 - Familie Gantschnig vlg Fotz
v.l.: Gantschnig Alois, Gantschnig Alban, Gridling Barbara - verh. Heinz, Gantschnig Maria - verh. Oblasser, Gantschnig Anna - verh. Lumassegger, Gantschnig Pulcheria - geb. Heinz, Gantschnig Johann, und Antoniazzi Willi (beim Kraßnig im Quartier); 
 
Oblasser Erich vom Zoppet in Gantschach - lebt seit Jahrzehnten in Vorarlberg
hat die nachfolgenden Fotos für die Gemeindechronik/Homepage vorbeigebracht.  
Archiv-Nr. 9374 
Postkarte von Schlaiten aus dem Jahre 1902 - datiert mit 8. Juli 1902
Die Karte ist in Stenographie geschrieben - ohne weiteren Bezug zu Schlaiten.
Der damalige Besitzer vom Gasthaus war natürlich Peter Ortner - nicht Artner wie angeführt.
 
Archiv-Nr. 9382
Um 1950 - Landarbeitereinfamilienhaus für Alois Oblasser in Schlaiten Nr. 41
So lautet der Titel vom Bauansuchen - 1948 noch über die Gemeinde Ainet eingebracht, da Schlaiten
damals keine eigenständige Gemeinde war. Neben der Baubeschreibung musste damals zum Baugesuch auch eine
Kostenaufstellung samt Materialverbrauch beigebracht werden. Für dieses Wohnhaus hat der Zimmererpolier
Josef Steiner folgende Aufstellung ermittelt: 5000 kg Kalk á S 0,30, 5300 kg Zement á S 0,30, 12 m3 Kohlösche
á S 40,00, 1000 Stk Mauerziegel á S 0,35, 82 kg Nägel á S 4,00, 15 m2 Glas á S 30,00, 59 kg Beschläge á S 25,00,
60 Maurerschichten á S 50,00, 20 Zimmererschichten á S 50,00, 19 Fensterstöcke und
13 Türen (ohne Material) á S 80,00. Die Baukosten betrugen demnach 12.733 Schilling. 
Anmerkung: Steine, Sand, Schotter, sowie Holz und Bretter sind vorhanden, alle Helferarbeiten sind Eigenleistung.    
 
   

Archiv-Nr. 9376
Kinder im Aignergarten um 1953
v.l.: Demartin Josef, Traudl (Gertraud) und Leo
dahinter das Gemeindehaus

     
   

Archiv-Nr. 9378
v.l.: Brugger Peter - Albiner
Oblasser Erich - Zoppet
dahinter Falkner Peter - Falkner
und Oblasser Alois - Zoppet

links im Hintergrund:
Göriacher Aufzughütte am Zoppet und dahinter die
Wastler Dachharpfe

     
 

Archiv-Nr. 9377
Kinder beim Falkner
Falkner Erika und Alois
rechts im Hintergrund
das Falkner-Stöckl
und links im Hintergrund noch
das alte Wohnhaus beim Falkner.

     
    Archiv-Nr. 9378
v.l.: Falkner Peter Paul - Falkner
Oblasser Erich und Alois vom Zoppet
Im Hintergrund sind noch die alten Gebäude auf der Hofstelle vlg. Falkner zu sehen.
     
    Archiv-Nr. 9381
1952 Neubau Stubenhaus
beim Falkner
     
  Archiv-Nr. 9383
Rangeln in Schlaiten?
bitte melden, wer darüber etwas erzählen kann.
     
     
 

Archiv-Nr. 7123
um  1960 Gruberleute - Ingruber Paul mit Eltern Ingruber Maria, geb. Engeler und Ingruber Anton
Im Hintergrund Bild von Papst Johannes XXIII - Papst von 1958 - 1963
und weiters ein Bild von Bischof Paulus Rusch (event. eine Urkunde für Ingruber Paul)
Ingruber Paul, vlg. Gruber, geb. 16.07.1915 - gest. 23.07.1989
Ingruber Maria, geb. Engeler, geb. 23.05.1888 - gest. 26.11.1974 verheiratet seit 30.09.1913 mit
Ingruber Anton, Gruberbauer, geb. 27.12.1885 - gest. 23.11.1963

     
     

Archiv-Nr. 6171
1945 ca. Volksschüler von Glanz
beim Glanzer Kirchl, mit dabei
die Kinder vom Oberhainzer
bzw. früheren Anderler
2. v.l. vorne Steiner Frieda,
dahinter Steiner Antonia und 
rechts daneben Steiner Notburga, 
hinten rechts Steinringer Josef
vlg. Waldhäusl;
Lehrerin war damals Baur Johanna
Tochter von Baur Hans
vlg. Kasperer.
Sie war Lehrerin in
Glanz, Kals und Huben.
Sie starb am 22.09.1960
im 45. Lebensjahr.    

 
5959 1 Lumaßegger David vlg. Wegscheider und Pedarnig Florian vlg. Kraßnig beide mit Hut in einer geselligen Runde

Archiv-Nr. 5959
Lumaßegger David vlg. Wegscheider und Pedarnig Florian vlg. Kraßnig (beide mit Hut) in einer geselligen Runde
im Gasthaus Weiße Gams in Ainet
Lumaßegger, David, Wegscheider, geb. 11.09.1928 - gest. 06.04.1999
Pedarnig, Florian, Kraßnig, geb. 14.05.1899 - gest. 06.01.1981

 

Archiv-Nr. 3393
Feldarbeit beim Außergonig auf Göriach
Im Vordergrund: Klaunzer Maria sen. geb. Holzer
im Hintergrund: Klaunzer Maria jun. verh. Ganzer
auf der Harpfe: Klaunzer Sylvester
Klaunzer Maria sen. geb. Holzer, geb. am 11.09.1879 auf Michelbach - gest. am 24.10.1961 
Archiv-Nr. 3380
Feldarbeit beim Außergonig auf Göriach
Klaunzer Maria jun. verh. Ganzer mit ihrem Vater Sylvester
Klaunzer Maria jun., geb. 09.12.1914 - gest. 08.10.2001
Klaunzer Sylvester, geb. 15.12.1878 - gest. 21.09.1956

Archiv-Nr. 9351
Glanz um 1934
Hainzer Antonia Elise und Heinrich vom Weger in Glanz

Antonia Elise Hainzer, geb. am 10.11.1930 - gest. am 19.09.1936. Sie war das jüngste Kind des Josef Hainzer mit seiner zweiten Frau Antonia, geb. Scheiterer - also eine "Tante" von Heinrich.

Heinrich Hainzer, geb. am 01.01.1930 war der Sohn von Hainzer Aloisia, einer Wegertochter in Glanz. Sie heiratete 1934 Steiner Matthias vlg. Anderler und zog mit Heinrich nach Schlaiten. Bald wurde der Hof für die ganze Familie zu klein und sie pachteten den Oberhainzer-Hof in Glanz. Bei der Geburt des letzten Kindes (1942) verstarb die Mutter und Heinrich kam zur Großmutter nach Glanz und später zum Hofer in Oberlienz.                   

Archiv-Nr. 9353
Um 1962 - Gemeindeausflug nach Zell am See
vorne v.l.: Rindler Josef - Jörl und Brugger Anton - Albiner
hinten v.l.: Steiner Alois - Anderler und Engeler Andreas - Wiese;
Archiv-Nr. 9352
um 1952 - Außerwaldweg - Waldwegbau im Bereich Rotlackenbühel
v.l.: Steiner Josef - Anderler, Pedarnig Florian - Kraßnig, Vorarbeiter Steiner Matthias  vlg. Anderler
und Raupenfahrer Rätsch aus Lienz;

 

 

 

 

 

 

Archiv-Nr. 5028
Greinhofer Alois vlg. Oberkasperer
und Monika, geb. Gridling
Hochzeit am 13. Mai 1895 in Absam

Greinhofer Monika, geb. Gridling, geb. am 03.05.1871 beim Innersteiner in Gwabl, gest. am 10.01.1937
Eltern: Gridling Thomas vlg. Innersteiner und
Frandl Filomena vom Mittermair in Gwabl
 
Greinhofer Alois vlg. Kasperer, geb. am 30.05.1866
beim Oberkasperer in Schlaiten, gest. am 29.05.1954
Eltern: Greinhofer Anton, vlg. Oberkasperer und
Opperer Maria vom Staudenschneider in Unternußdorf

 

 

 

 

 

 

 

 
Archiv-Nr. 5001
Um 1890 - Familie Gridling, vlg. Innersteiner in Gwabl
vorne v.l.: Alban, Mutter Philomena und Pulcheria
hinten v.l.: Maria, Thomas jun, Thomas sen., Ludwig und Monika;
alle drei Töchter vom Innersteiner haben nach Schlaiten geheiratet

Pulcheria, geb. am 10.09.1863, gest. am 30.06.1901 heiratete in 1. Ehe Zeiner Nikolaus, Bauer vom Kraßnig.
Zwei Kinder starben im Säuglingsalter. Nach 5 Ehejahren starb auch Nikolaus im Alter von 29 Jahren.
Pedarnig Thomas, Besitzer beim Unterkasperer erwarb den Kraßnighof im Jahre 1889 von Zeiner Alois  
In 2. Ehe war Pulcheria mit Ortner Peter, vlg. Obermeßner, Gastwirt, Schullehrer und Kirchenmesner verheiratet.

Maria, geb. am 15.03.1870, gest. am 01.01.144 war mit Pedarnig Johann vlg. Kraßnig verheirate.

Monika, geb. am 03.05.1871, gest. am 10.01.1937 war mit Greinhofer Alois vlg. Oberkasperer verheiratet. 

 

Archiv-Nr. 6252
Um 1918 - Pedarnig Johann vlg. Kraßnig
und Maria, geb. Gridling vom Innersteiner in Gwabl

Pedarnig Johann, geb. am 05.08.1867, gest. am 19.06.1929
Gridling Maria, geb. am 15.03.1870, gest. am 01.01.1944
Hochzeit am 21.10.1895 in Absam

Kinder:
Florian, geb. 14.05.1899 - gest. 06.01.1981
Ludwig, geb. 29.07.1901 - gest. 12.11.1966
Peter, geb. 06.03.1903 - gest. ?
Chriselda, geb. 01.07.1906 - gest. 24.03.1980
Maria, geb. 06.04.1908 - gest. 30.06.1927

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Archiv-Nr. 6237
um 1962 - der "Lienzer Alpenklang" mit Steiner Alois und Josef vom Anderler
v.l.: Steiner Alois, Kranebitter Franz, Bacher Sepp, Wallensteiner Franz und Steiner Josef, vorne Gomig Siegmund;

 


Archiv-Nr. 6247
um 1968 - Familie Stolzlechner - Schlaitner Wirt:
v.l.: Hermine, Rosmarie, Stefanie, Maria und Georg mit Mutter Anna, geb. Steiner und Großvater Stolzlechner Anton;

 


Archiv-Nr. 9350
v. l. Lehrerin Thalmann Katharina, Engeler Maria - Wiese verh. Oblasser, Lumaßegger Theresia - Rösch, Ingruber Maria - Eichbichler verh. Steiner, Warscher Maria - Ruep (Albiner Moidele) verh. Heimerl, Lumaßegger Veronika - Außerweberer verh. Gatterer, Engeler Petronilla - Schneider verh. Trager, Ingruber Maria - Bichler verh. Gliber, Rindler Theresia - Jörl, Lumaßegger Berta - Unterweberer verh. Voldauer und Falkner Johanna - Falkner verh. Ingruber;

 


Archiv-Nr. 1522
Freiw. Feuerwehr Schlaiten um 1960
v.l.: Tabernig Alfons - Zischger, Ingruber Matthias - Eichbichler, Steiner Peter - Anderler, Steiner Alois - Anderler,
Nöckler Andrä - Innerweberer, Falkner Johann - Falkner, Steiner Josef - Anderler, Engeler Karl - Schneider,
Pedarnig Ludwig - Kraßnig und Steiner Johann - Plattner;

Archiv-Nr. 1519
1916 ca. Familie Lumaßegger Gottfried und Magdalena - Außerweberer
vorne v.l.: Lumaßegger Magdalena - geb. Wibmer vom Roaner in Gwabl, Lumaßegger Johann (später Unterweberer), Lumaßegger Gottfried - Zimmermann vlg. Außerweberer, Lumaßegger Franziska (Maria) verh. Mayr;
hinten: Lumaßegger Anna und Lumaßegger Philipp

Für die Errettung einer Frau und zweier Kleinkinder aus einer Feuersbrunst beim Innersteiner in Gwabl erhielt Lumaßegger Gottfried im Jahre 1904 das vom Kaiser verliehene „Silberne Verdienstkreuz mit der Krone".

 


Archiv-Nr. 1523
um 1951 Familie Lumaßegger Johann und Theresia - vlg. Unterweberer
vorne v.l.: Hedwig - verh. Gomig, Johann sen. mit Josef, Alois, Johann jun.,
Theresia - geb. Bergmann mit Bernadette - verh. Dorer und Berta - verh. Voldauer;
hinten v.l.: Anna - verh. Engeler, Antonia - verh. Wolsegger und Moidl - verh. Schneider;

 


Archiv-Nr. 1564
1991 - Abschnittskommandant Franz Oberhauser nimmt die Angelobung von Jung-Feuerwehrmännern vor.
v.l.: Passler Eduard, Tabernig Johannes, Scherwitzel Roland

 

Archiv-Nr. 9293
Pedarnig, Hermann, "Rösch Hermann" - ledig,
geb. am 28.10.1880,
gest. am 12.03.1964 in Schlaiten
im Dez. 1934 von St. Johann i. W. nach Schlaiten übersiedelt - Eltern unbekannt ?
Er kam als sogenannter Gemeindearmer zum Rösch.
Laut Erzählung war seine Heimat das ehemalige kleine Anwesen, Baierle, in Gantschach.
Mit 2 Jahren erlitt er durch einen Unglücksfall eine schwere Gehirnerschütterung.
Kurze Zeit war er auf Zaiach und dann bis zu seinem Tode beim Rösch.
Er hatte immer einen Vormund, in letzter Zeit war Engeler Peter vlg. Schneider als Vormund bestellt.
Das Baierle-Anwesen war in Gantschach und wurde um 1850 verkauft - an die angrenzenden Höfe Albener und Prunner (heute Anderler).
Erstmals scheint der Name Peyrl im Jahre 1545 auf - "Das ander Puech":
Rueprecht Peyrl hat ein Viertel von einer Hube und zinst Hannsen von Nußdorff Grundzins:
2 Gulden, Lamm 1, Hühner 4, Eier 80, Schultern 2.
Den Zehent gibt er dem Pfarrer zu Lienz: Weizen 2 Vierling, Roggen 3 Vierling, Gerste 2 Vierling, Hafer 3 Vierling, 5 Agler Pfennig.
Der letzte Besitzer Jakob Pedarnig übernahm das Anwesen von seinem Vater Georg im Jahre 1828. Bereits 1831 werden Grundflächen verkauft, um eine drohende Pfändung abzuwehren: das Grundstück "Glanitz" um 200 Gulden an Franz Brugger vlg. Albener und die Bachwiesen um 130 Gulden an Balthauser Gantschnig. 1851 wird das Anwesen endgültig versteigert. Jakob Pedarnig starb am 27.12.1880 80-jährig beim Anderler. Er war in erster Ehe mit Maria Bödenler verheiratet (3 Kinder). 1834 heiratete er Maria Lukasser vom Michelbacher (5 Kinder).

 

 

 

 

 
Archiv-Nr. 757
1909 Schützenabordnung Erinnerung an die Fahnenweihe am 29. Juni 1909, Schlaiten i. Iseltal
v.l.: Herbert Lumaßegger, vlg. Rösch ?, Anton Müller vlg. Gasser, Pfarrprovisor Johann Feichter, Funktionär von auswärts, Ignaz Ingruber, vlg. Gruber, damals Gemeindevorsteher (Bürgermeister), Pater Josue aus Lienz, Fähnrich Johann Pedarnig vlg. Kraßnig, Fahnenpatin Maria Müller Gassertochter und spätere Gasserbäuerin, Gottfried Lumaßegger vlg. Außerweberer und Alois Gridling vlg. Gridling;

  


Archiv-Nr. 1065 (1. Seite von 4 Seiten)
In der Zeit der Kirchenrenovierung um 1909 war Johann Feichter als Pfarrprovisor tätig - als Stellvertreter für den erkrankten Pfarrer Anton Kröll. Pfarrer Feichter verdanken wir diesen Lagebericht über Schlaiten. Diese Urkunde war in der Kugel am Kirchturm hinterlegt und wurde bei der Turmsanierung im Jahre 2008 entnommen.

Nennenswertes aus den letzten Jahren
Im Jahre 1903 wurde die neue Strasse am „Göriacher Berg" angefangen, vollendet aber erst 1909 unter Bauleiter Abraham Tabernig, vulgo Köfele in Gwabl. Im Jahre 1905 die neue Schlaitnerstrasse über die „Fröge" u. den „Rabenkofel" von demselben Meister gebaut. Seit dieser Zeit sind die Holzpreise um Bedeutendes gestiegen.
Im Jahre 1905 (am 15. Aug.) wurde der Bau einer Kirchenorgel beschlossen unter dem Druck einer nicht geringen Opposition. Bislang hatten Natursänger den Kirchenchor besorgt. Erbaut wurde die Orgel 1906 vom Meister Alois Fuetsch in Lienz. Ebenso beschloss man 1905 die Kirche zu restaurieren. Diese Arbeit übernahm 1906 der Maler Mathias Pescoller aus Abtei, ist etwas üppig, mit Gold überladen, aber sonst meisterlich ausgefallen.
Unbedingt erwähnt müssen werden die neuen 14 Stationen, die der damalige Expositus Herr Anton Molling mit großer Mühe u. Sorgfalt geschnitzt hat. An der Kirchenrestauration, Chor u. Kirchenorgel hat Herr Molling ein grosses Verdienst. Auswendig wurde die Kirche restauriert 1909 unter Provisor Joh. Feichter aus Virgen u. Vorsteher Ignaz Ingruber.
Alle Fähnlein wurden erneuert, die Kreuze vergoldet., die alten Kuppeln durch 5 neue Glaskuppeln mit Innenvergoldung ersetzt. An der grossen Kuppel waren die Öffnungen zu klein geraten u. mussten erweitert werden; dabei wurde sie etwas lädiert. Trotz dieser Plessur wird sie unter dem Schutze des hl. Paulus hoffentlich manches Jahr dem Sturm u. Wetter trotzen. Die Kirche wurde eingedeckt mit Asbest-Zementplatten.
Die auswendige Renovierung der Kirche hat übernommen Herr Johann Melchior Lettenbichler aus Lienz, die Maurerarbeiten besorgte Baumeister Buntell aus Lienz. Genannt zu werden verdient auch der stämmige, stimmengewaltige Zimmerer Hans Oberbichler aus Grafendorf bei Lienz u. sein feister Geselle mit dem kühnen Schnauzbart, Wieser aus Taisten, welche in ganz meisterhafter Weise das Holzgerüst um den Helm herum bis hinauf zum Turmknaufe gemacht haben.Die ganze Restaurierung ist Gott sei Dank, ohne Zwischenfall u. ohne Unglück abgelaufen.
Das grösste Lob u. Verdienst an all diesen Bauten u. Unternehmungen gebührt unstreitig dem jeweiligen Vorsteher Herrn Ignaz Ingruber, der alles so eifrig gefördert u. energisch zu Ende geführt hat. Nur einige schlaflose Nächte wird es ihm gekostet haben.
Im Jahre 1908 wurde hier ein Schützenverein gegründet, Im Juni (29!) 1909 konnte die Gemeinde das schöne Fahnenfest der Nationalschützen mitfeiern. Die schöne, prächtige Herz-Jesu-Fahne spendierte die Gemeinde. Jung und Alt wird dieses Fest in Erinnerung bleiben.
Im Jahre 1909 wurde auch der sehr baufällige Widum restauriert: Alle Fenster (die Nord-Wind-Seite ausgenommen!) ausgebrochen und modernisiert, alle Zimmer dekoriert, die Haustüren neu gemacht. Hier kann etwas nicht unerwähnt bleiben: Die Tischler verschwanden eines Tages mit den beiden Haustüren, so dass die Bewohner des Widums 14 Tage ohne Haustüren waren. Dies soll der altbekannten, tugendhaften u. sehr tüchtigen Pfarrköchin, Marie Kofler einen längeren Schnupfen gebracht haben.
Die geldkräftige Gemeinde Schlaiten hat heuer ob der kollossalen Auslagen grosse Augen gemacht - einige Gemeindeväter sollen völlig den Tatterich bekommen haben - ; aber sie hat freigebig u. nobel in den Geldbeutel gegriffen.
Ihr sei tausenfacher Dank!
Aber noch mehr dem obersten Leiter aller Dinge; drum
Deo sint laudes!
Schlaiten, 12. Oktober 1909 Johann Feichter, Provisor

P.S. Eine traurige Tatsache hat der Chronist noch anzufügen, welche die ganze Gemeinde schmerzlich empfindet, dass der eigentliche Seelsorger Anton Kröll sich derzeit im Irrenhaus befindet.

 

 
Archiv-Nr. 5044
Oblasser Josef, Zenzersohn in Schlaiten
geb. am 27.07.1899 - gest. am 27.05.1986
Greinhofer Alfons, Kasperersohn in Schlaiten
geb. am 12.09.1902 - gest. 11.12.1949
adopt. Haidenberger, Gastwirt und Gutsbesitzer in Ainet
 

Archiv-Nr. 5048
Pedarnig Peter vom Kraßnig
geb. am 06.03.1903, Zimmermeister
heiratete am 24.01.1933 Trojer Josefa
und lebte in Hermagor

     
     
 
     

 

Archiv-Nr. 8032
1934 - Sterbefälle und Unglücksfall in Schlaiten
Am 13. September starb im Lienzer Krankenhaus nach langer Krankheit Nikolaus Gridling, Knecht beim Plattnerbauer in Göriach, im Alter von 49 Jahren. Der Verstorbene war ein Sohn des alten Gridlingbauers und hatten den ersten Weltkrieg mitgemacht. Am 14. d. hat die älteste Person unserer Gemeinde das Zeitliche gesegnet, Theresia Oblasser. Sie erreichte ein Alter von 93 Jahren und drei Monate und konnte ihre alten Tage in sorgfältiger Pflege bei ihren Verwandten verbringen.
Bei der Holzarbeit in Glanz verunglückte am 13. d. der Tschellnigsohn Karl Lercher. Er erlitt einen Oberschenkelbruch und eine schwere Kopfverletzung. Der herbeigeholte Arzt Dr. Strobl von Lienz legte ihm einen Notverband an. Der Schwerverletzte wurde mit Rettungsauto ins Lienzer Spital gebracht.

Oblasser Theresia, Zenzertochter, geb. am 09.06.1841, gest. am 14.09.1934
Eltern: Oblasser Josef, Zenzerbauer und Mayr Maria vom Bintergut in Oberlienz
Insgesamt waren 13 Kinder beim Zenzer. Sohn Alois übernahm den Zenzerhof.

 

 

 
     
Archiv-Nr. 5851
Gridling Nikolaus, geb. am 28.07.1885 in Schlaiten
Kriegsteilnehmer, ledig, Knecht beim Plattner
gest. am 13.09. 1934 in Lienz im Spitale
  Archiv-Nr. 2013
Lercher Karl, Untertschellnigsohn, geb. am 23.10.1911
Unfall bei Holzarbeiten in Glanz am 13.09.1934
gest. am 28.10.1935

 

Archiv-Nr. 7946
Auch eher unwichtige, aber lustige Begebenheiten wurden in den Zeitungen veröffentlicht.
Um 1930 - Schlaiten. (Mitten in die Suppenschüssel gefallen!)In unserer unlustigen Zeit ereignen sich ab und zu auch noch lustige Geschichten. Der kleine Alfons, der bereits die ersten Höslein trägt, stieg in der Stube auf die Bank und von dort auf den Fensterbalken, wo er eine Katze betrachtete, die draußen einen Vogel verfolgte. Beim Abstieg passierte dem Knirps das Abenteuer, dass er in die große Supenschüssel hineinstürzte, die am Rande des Tisches stand. So endete der Partie erster Teil. Der zweite brachte ihn mit Schüssel und Inhalt auf den Boden, wo er ohne weiteren Unfall glatt landete, obenauf die Schüssel, darunter der abgestürzte Hochtourist, über und über mit Suppe verkleistert. Den weiteren Teil der Partie hatte die Bäurin zu leisten, indem sie den Prinzen erstlich fein säuberlich abseifte, die alte Hemd- und Hosengarnitur mit einer frischen vertauschte und schließlich eine zweite Portion Suppe bereitete, womit die Geschichte für diesmal erledigt war.

   

 

 

Archiv-Nr. 792
Schlaiten, Pustertal. (Der Guggenbichl)
Wie schon der Name andeutet, so ist der Guggenbichl einer der schönsten Aussichtspunkte vom ganzen Hinterbergl. Am Südostende unseres Gemeindedorfes gelegen, genießt man vom Gipfel desselben eine schöne Fernsicht auf unsere, sowie auch auf alle umliegenden Nachbargemeinden. Die mäßig steilen Abhänge werden von Obstbäumen beschattet, darunter auch Nußbäume im Alter von Jahrhunderten, woraus das traute Guggenhäusl recht freundlich hervorlugt. Nach dem von Seite mehrerer ausgearbeiteten Plane wird nun der Guggenbichl mit seiner vorzüglichen Aussicht in nächster Zukunft eine praktische Verwendung finden, und zwar als eine Art Stützpunkt für elektrische Scheinwerfer. Diese Scheinwerferabteilung mit ihrem Kommandanten Thomas Gugg soll die Aufgabe bekommen, den bei Nacht hantierenden Obst-, Kartoffel- und Hülsenfrüchtendieben heimzuleuchten.

 

Bei der heutzutage überall herrschenden großen Unsicherheit jeglichen Eigentums verdiente diese neuartige Vorkehrung in jeder Gemeinde Nachahmung.
Nun haben wir Herbst und dieser Herbst hat bei uns heuer nicht nur im Kalender begonnen, sonderna auch in der Natur; seit 21. ist es eiskalt.
Zeitungsbericht vom 1. Oktober 1919

 

Mit Thomas Gugg war Ortner Thomas gemeint - geb. am 22.09.1862 - gest. am 01.05.1945. Seine Eltern waren Ortner Johann, vlg. Obermeßner, Gastwirt, Lehrer und Mesner und Notburga, geb. Moser.

 

Archiv-Nr. 5369
v.l.: Ortner Thomas vlg. Gugg
Ortner Anna - heiratete nach Ainet
Ortner Maria - "Guggn Moidele" (11.06.1875 - 13.08.1950)

 

  

 

 


Archiv-Nr. 9335
Hofstelle vlg. Bacher in Schlaiten - event. um 1900
Im Vordergrund zwei Mühlen, die im Bereich der Hofstelle am Schlaitenbach betrieben wurde. Hier standen einige Mühlgebäude, die zu anderen Hofstellen gehörten, z. B. Mesner, Jörl, Weberer, Rösch, Gantschnig, Aigner.
Das Bacher-Anwesen (in div. Unterlagen auch als Pacher, Bachhäusl oder Neuhäusl bezeichnet) war um 1850 in Besitz von Anton Hupf bzw. Jörl, um 1870 Urban Hupf, Krämer in Hollersbach. Er verkaufte das Bachhäusl samt Futterhaus um 500 Gulden an Maria Jörl, geb. Pedarnig. Diese übergibt im Jahre 1891 das Anwesen an ihre bereits verwitwete Tochter Aloisia. Aloisia Jörl war mit Anton Brugger vlg. Weberer verheiratet. Er starb bereits 1885 im Alter von 54 Jahren. Der älteste Sohn Matthäus übernahm das Anwesen. Da er keine Nachkommen hatte, übernahm sein Bruder Anton, geb. 1886 später den Bacherhof. Als nächste Hofübernehmer folgten sein Sohn DDr. Anton Brugger und anschließend sein Enkel Anton Brugger. Der heutige Besitzer am Bacherhof ist Mag. Michael Brugger.  

 

Hochzeit am 4. Mai 1914

Brugger Matthäus, vlg. Bacher,
geb. am 26.05.1883
Eltern:  Brugger Anton vlg. Weberer
und Aloisia, geb. Jörl - Hupf

Waldner Petronilla vom Obertschellnig auf Göriach
geb. am 5. Mai 1883 - 3 Wochen älter als ihr Bräutigam
Eltern: Waldner Johann vlg. Obertschellnig
und Anna, geb. Hatzer - Oberfotz

Petronilla Waldner arbeitete eine Zeit lang als Näherin bei Maria Dapunt in Abfaltersbach. Am 04.05.1914 heiratete sie Matthäus Brugger. Das Ehepaar hatte keine eigenen Kinder. Als Ziehkinder nahmen sie Martha Ingruber und Florian Steiner vom Anderler an. Diese Kinder hatten ein gutes Zuhause.
Petronilla ist am 8. Oktober 1945 im Alter von 62 Jahren beim Holunderpflücken in den Schlaitenbach, auf einen Stein, gestürzt und erlitt tödliche Kopfverletzungen.
Matthäus Brugger war Bügermeister und Kirchenmesner in Schlaiten. Er starb am 14.08.1949 in Schlaiten. 

 

 

 

 

 

     
     
Archiv-Nr. 9336
Steiner Florian und Ingruber Martha
die beiden Ziehkinder beim Bacher in Schlaiten
  Archiv-Nr. 9333
Die Bacherleute Brugger Petronilla, geb. Waldner und Matthäus mit ihrem Neffen Brugger Anton, dem späteren Übernehmer des Bacheranwesens.  
     
Archiv-Nr. 9334
Das Bacheranwesen ca. um 1930
     

Archiv-Nr. 4957
um 1937 - vorne v.l. Waldner Elisabeth - vlg. Gåsser, Ingruber Notburga - Gruber, Ranacher Berta - Matrei (Tochter von Ingruber Notburga - verh. Ranacher), Ingruber Martha - Båcher, Koch Anna - verh. Obbrugger, Lumaßegger Ursula - Rösch und Steiner Florian - Anderler bzw. Båcher (beim Båcher aufgewachsen,
hinten v.l.: Lumaßegger Maria - Rösch, Pedarnig Marianne - Kraßnig, Baur Berta - Kasperer und Stolzlechner Rosa - Wirt bzw. Obermeßner;

     
   

Archiv-Nr. 1076
Martha Ingruber
auch Bacher Martha und später Zaiacher Martha genannt;
geb. am 07.10.1924 beim Wegscheider in Schlaiten
gest. am 28.12.2007 beim Zaiacher in Schlaiten

Der Urgroßvater von Martha Ingruber kam 1844 in Schlaiten zur Welt und war Besitzer beim Ruepp, bzw. Neuhäusl wie es damals hieß. Er war mit Regina Mitterer vom Tschwabele in Leisach verheiratet. (lt. Trauungsbuch Gschwabele) 
Sein Sohn Josef Ingruber, geb. 1877 kam auf der Suche nach Arbeit nach Deutschland.
Dessen Sohn Otto Ernst Ingruber wiederum zog mit seiner Frau von Deutschland (Leipzig) nach Schlaiten, in der Hoffnung auf „bessere Zeiten", sie wohnten beim Wegscheider. Dort kam am 7. Oktober 1924 Martha auf die Welt. Die Eltern gingen wieder nach Deutschland zurück, da die wirtschaftliche Lage hier sehr schlecht war. Sie sahen sich gezwungen das Kind, das dann auf den Namen Martha getauft wurde, zurück zu lassen.

In einer Urkunde wurde damals festgehalten: 
Der in der Gemeinde Schlaiten heimatberechtigte Herr Ernst Ingruber und dessen Ehegattin Hedwig Therese geb. Eschner, beide evangelischer Konfession, erklären hiermit, von keiner Seite beeinflusst, ihre Elternrechte für das am
7. Oktober 1924 um 9 Uhr vormittags in Schlaiten geborene Mädchen, das noch nicht getauft und daher auch noch nicht immatrikuliert ist, bis zu dessen erlangter gesetzlicher Selbständigkeit an die Gemeinde Schlaiten abzutreten und zu gestatten dass das erwähnte Kind nach röm.kath. Ritus getauft und in dieser Konfession erzogen wird.

Dagegen erklärt hiermit die Gemeinde Schlaiten, vertreten durch Gemeindevorsteher Alois Greinhofer, das genannte Kind zu übernehmen, für dasselbe nach bester Möglichkeit zu sorgen, ihm einen guten Pflegeplatz anzuweisen und stets für dessen Wohl einzutreten.
Zum Zeichen des Einverständnisses folgen die beglaubigten Unterschriften der Parteien.
Schlaiten, am 6. November 1924

Ernst Ingruber, Hedwig Ingruber, Greinhofer Vorsteher, Matthäus Brugger Zeuge, Alois Greinhofer jun. Zeuge

Martha wurde von Matthäus Brugger (Bacher) und seiner Frau Petronilla geb. Waldner angenommen. Sie hatten keine eigenen Kinder. Der Vater von Martha kam später noch einmal (um 1938) nach Schlaiten und wollte Martha zur Familie zurückholen. Ihr Ziehvater ließ sie nicht mehr her und auch Martha wollte mit dem für sie völlig fremden Mann nicht mitgehen, was wohl verständlich ist.

     
   

 

 

Archiv-Nr. 949
Der Ziehbruder von Martha war Florian Steiner,
„Anderla Flor“ geb. am 13.03.1932.
Florian war das 5. und jüngste Kind des Matthias Steiner und der Maria, geb. Gomig. Die Mutter starb im Alter von 29 Jahren am 12.03.1933, als Florian gerade 1 Jahr alt war. Florian wurde beim Bacher in Schlaiten als Ziehsohn angenommen.
Florian heiratete am 07.04.1969 Berta Unterwaldner und zog nach Mitschnig / Kühweg bei Hermagor. Er starb am 19.12.1992 nach schwerer Krankheit im 61. Lebensjahr.

Archiv-Nr. 949    
     
Archiv-Nr. 9340
Die Hofstelle vlg. Bacher in Schlaiten im Jahre 2014
     
 

 

 

 

 

 

Antonia Elise Hainzer (geb. 10.11.1930 - gest. am 19.9.1936)  das jüngste Kind des Josef Hainzer mit seiner zweiten Frau Antonia geb. Scheiteter, also eine „Tante“ von Heinrich.