7 Mietkaufwohnungen im GHS-Wohn- und Geschäftshaus

Die ersten Besprechungen bezüglich der Errichtung eines Wohn- und Geschäftshauses im Dorfzentrum fangen im Sommer 2011 statt. Nach der
Fertigstellung der OSG-Wohnanlage im Gantschfeld hatte die Gemeinde noch Wohnungswerber vorgemerkt und das bisherige ADEG-Kaufhaus wurde sprichwörtlich zu klein.

Noch im Herbst wurde für das alte Wohn- und Geschäftshaus ein Schätzgutachten in Auftrag gegeben und Objekt und Grundstück von Herrn Johann Nöckler um €
90.000,-- abgekauft. Mag sein, dass der Kaufpreis mit ca. € 150,-- pro m2 für unsere Verhältnisse eher zu hoch war. Der Gemeinderat war jedoch der Ansicht,
dass diese Chance, das Dorfzentrum nach eigenen Vorstellungen umgestalten zu können nicht mehr wiederkehrt.

Gemeinsam mit der Abteilung Dorferneuerung des Landes wurde für die Errichtung einer Wohnanlage mit einem Nahversorgungsgeschäft ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Fünf Architekten wurden zur Teilnahme eingeladen.

Im Frühjahr 2012 fand die Konstituierende Sitzung des Preisgerichts statt. Es folgten Begehungen, Hearings und schließlich fand am 8. Mai 2012 die Sitzung
des Preisgerichts statt aus der die Architektengemeinschaft Griessmann-Scherzer-Mayr in Lienz als Sieger hervorging. Einzelne Änderungen wurden auf Wunsch der Jury von den beiden Architekten DI Michael Heinzle und DI Hubert Schlögl noch vorgenommen.

Im Herbst 2012 entschied sich der Gemeinderat für die Vergabe des Grundstücks an die Gemeinnützige Hauptgenossenschaft des Siedlerbundes GHS in
Innsbruck. Das darauffolgende Jahr 2013 wurde für Planung, Ausschreibung und Bauverhandlung genutzt. Dachharpfe und das alte Geschäft samt Wohnhaus wurden abgetragen und am 12.05.2014 konnte die Firma Ing. Hans Bodner mit den Bauarbeiten beginnen.
Nach 15 Monaten problemloser Bauzeit konnten am 3. September 2015 die Wohnungen an die Mieter übergeben werden. Die beiden Objekte beherbergen drei
2-Zimmer-Wohnungen mit ca. 50 m2, zwei 3-Zimmerwohnungen mit ca. 75 m2 und zwei 4-Zimmerwohnungen mit 90 m2. Alle Mieter verfügen über einen PKW-Abstellplatz in der Tiefgarage, sowie über einen Besucherparkplatz.

Im Erdgeschoss des ersten Hauses sind insgesamt 210 m2 Geschäftsräumlichkeiten eingeplant. Die Gesamtbaukosten betrugen 1,1 Mio €. Das Land Tirol gewährte € 475.000,-- Wohnbauförderungsmittel. € 594.000,-- wurden über Bausparkassendarlehen aufgebracht. Der Rest besteht aus Grundkostenbeiträgen der Mieter und Eigenmitteln der GHS. Während alle 7 Wohnungen innerhalb kürzester Zeit vergeben waren, muss für die Nutzung der Geschäftslokalitäten erst ein Konzept ausgearbeitet werden.

Wenn sich auch für verschiedene Entscheidungen des Gemeinderates der Beifall zeitweise in Grenzen gehalten hat, so darf abschließend doch festgehalten
werden: Es waren immer gutüberlegte und keine voreiligen Entscheidungen. Die beiden Baukörper sind von Größe und Form sehr gut an die Umgebung angepasst und wenn das fehlende Vordach der einzige Makel an diesem Objekt ist, so dürfen wir uns glücklich schätzen. So auch sinngemäß die Aussage vom Denkmalamt Tirol.

 


 

Abwasserentsorgung in Schlaiten zu 100 % abgeschlossen.

Im Herbst 2015 fand die finanzielle Kollaudierung vom Bauabschnitt BA 03 statt. Nachfolgend dazu einige Daten:
4.600 lfm Kanalrohre und 40 Schachtbauwerke - insgesamt
2.960 lfm / 32 Schäche – Göriach bis Anschlussstelle in Gantschach
445 lfm / 3 Schächte – vlg. Gasser bis Anschlussstelle vlg. Hupf
635 lfm / 4 Schächte – vlg. Innerkraß bis Anschlussstelle Plone
560 lfm / 1 Schacht – vlg. Zischger – Pumpleitung bis Anschlussstelle Falkner

Verlegtes Material bzw. Dimensionen:
1.300 lfm DN 200 – Gantschach bis Abzweigung Plattnerweg
2.740 lfm DN 150 – restliche Zubringleitungen
560 lfm DN 79 mm – Pumpleitung Zischger

Baubeginn - April 2012
Kanalverlegung durch Agrar Lienz und Gemeinde im Zuge der Sanierung des Plattnerweges und der Göriacher Straße von der Abzweigung
Plattnerweg bis zum Parkplatz. 480 lfm Abwasserkanal wurde in Eigenleistung errichtet und dafür Arbeitsleistungen in Höhe von € 50.000,00 netto verrechnet. Die weiteren Arbeiten wurden an die Firma Empl Baugesellschaft m.b.H. in Mittersill vergeben. Planung, Projektierung und Bauaufsicht wurde von der Firma Dipl.-Ing.
Arnold Bodner in Lienz durchgeführt.

Die veranschlagen Gesamtkosten für den Bauabschnitt BA 03 betrugen € 794.000,00 excl. 20 % MWSt. Obwohl die Pumpleitung zur Hofstelle vlg. Zischger in der ursprünglichen Kostenschätzung nicht enthalten war, konnten die Baukosten schließlich um über 9 % auf € 723.000,00 reduziert werden.

Finanzierung:
€  97.000,00 Anschlussgebühren
€  53.000,00 Landesförderung
€ 473.000,00 Bankdarlehen
€ 100.000,00 WLF-Darlehen
€ 723.000,00 Gesamtkosten

Die Gemeinde erhält für die Fremdfinanzierung einen laufenden Investitionskostenzuschuss, Annuitätenzuschuss.

Die Kanalverlegungsarbeiten dieses Bauabschnittes funktionierten rundum klaglos. Seitens der Gemeinde darf daher allen Beteiligten ein „Vergelt's Gott" ausgesprochen werden: Grundeigentümer, Projektant, Agrar Lienz, Gemeindearbeiter, Firma Empl Baugesellschaft, sowie allen weiteren beteiligten Firmen.

 


 

Zeitgemäße Hofzufahrt für die Hofstelle vlg. Innerkraß

 

2015-05-21 Gemeinde_Hofzufahrt_Innerkrass_Asphaltierung_6Nach der Generalsanierung des Kraßweges im Jahre 2013 wurde im Mai 2015 auch die Hofzufahrt erneuert. Es handelt sich dabei um einen ca. 85 m langen Stichweg zum Wohnhaus. Die Arbeiten wurden vom Amt der Tiroler Landesregierung - Agrar Lienz projektiert und auch ausgeführt. Die angeschätzten Kosten von € 35.000,00 konnten dabei erfreulicherweise um 30 % unterschritten werden.
Die Abwicklung erfolgte wie auch bei vorangegangenen Projekten über eine eigens gegründete Baugemeinschaft. Die organisatorische und finanzielle Abwicklung wurde zur Gänze über die Gemeinde erledigt. Mit dieser Form der Projektabwicklung kann eine höhere Landesförderung gewährt werden.

Einige Eckdaten:
60 Arbeitsstunden, 580 to Frostkoffer und Einbettmaterial, 175 Maschinenstunden (Bagger, Walze, LKW, Grader, etc.) 75 to Asphalt;
Die Gesamtkosten belaufen sich auf € 25.000,00 inkl. 20 % MWSt. Das Land gewährt eine Förderung von 70 %. Somit verbleibt für die Gemeinde noch ein Eigenfinanzierungsanteil von € 7.500,00.


 

Fertigstellung der Hofzufahrt vlg. Obertschellnig in Göriach

2015-06-17 Gemeinde_Hofzufahrt_Obertschellnig_Sanierung_01Die im Projekt der Agrar Lienz angegebene Kostenschätzung von € 22.000,00 für die Generalsanierung der Hofzufahrt zum Obertschellnig konnte annähernd eingehalten werden. Mit dem Rohbau wurde bereits im Jahre 2014 begonnen. Die Asphaltierung erfolgte heuer im Mai zeitgleich mit der Hofzufahrt zum Kraßnig.
Die Gesamtbaukosten für die Baugemeinschaft Hofzufahrt vlg. Obertschellnig belaufen sich auf € 24.000,00. Nach Abzug einer 70%igen Beihilfe verbleibt für die Gemeinde ein Eigenfinanzierungsanteil in Höhe von € 7.200,00.
Die Weglänge beträgt 50 lfm mit einem anschließenden Umkehrplatz.

Zur Information: Alle Güterwege, wie sie in den vergangenen Jahren von der Agrar Lienz errichtet, bzw. saniert wurden, weisen eine Tragschichte (Frostkoffer) von 60 cm auf. Die Asphaltschichte beträgt 8 cm = 200 kg/m2. Die Kosten für 1 m2 Asphalt betragen ca. € 24,00 inkl. MWSt. – liefern und einbauen (ohne Feinplanie, Fugenanschlüsse, Wulst, Rinnen, etc.).


Generalsanierung und Asphaltierung der Hofzufahrt zum Göriach-Gruber

Für dieses Vorhaben wurde eine Straßeninteressentschaft gegründet, da Teile der Weganlage auch von anderen Grundeigentümern genutzt werden. Zum Zwecke des Ausbaus der Hofzufahrt musste bei der Umweltabteilung der BH-Lienz auch um Rodung von angrenzenden Waldparzellen angesucht werden. Der Hauptweg mit der Zufahrt zum Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude weist eine Länge von 220 m auf. Ein weiterer Wirtschaftsweg, der westlich vom Wohnhaus vorbei zum Wirtschaftsgebäude führt, wurde privat finanziert. Im Zuge der Planung und Projektierung wurde auf Grund von angenommenen Sprengarbeiten und weiteren Erschwernissen mit Gesamtbaukosten von € 145.000,00 gerechnet. Daher war die Asphaltierung der Weganlage ursprünglich erst auf 2016 eingeplant.

Durch kleinere Änderungen bei Trassenführung und Höhenlage konnte man einigen Erschwernissen ausweichen. Die Baukosten wurden dadurch gravierend gesenkt und die Generalsanierung der Hofzufahrt konnte zur Gänze im heurigen Jahr abgeschlossen werden. Die Kosten belaufen sich auf ca. € 85.000,00, wobei im kommenden Jahr noch die Vermessung der Weganlage und kleinere Grundablösen abzurechnen sind.


       

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Firma Empl in Mittersill wurde mit der Generalsanierung des letzten Bauabschnittes des Kraßweges beauftragt. Die früheren Bauabschnitte wurden bereits in den vergangenen Jahren im Zuge der Kanalisierung und dem Austausch der alten Guss-Wasserleitung saniert. Ausständig war noch ein ca. 450 m langes Teilstück von der Auffahrt zum WVA-Hochbehälter bis zur Kraßbach-Brücke und gleichzeitig Gemeindegrenze zu Glanz/Oberlienz. Die Arbeiten wurden vom Ingenieurbüro Arnold Bodner in Lienz ausgeschrieben. Mit € 116.850,97 inkl. 20 % MWSt. war die Firma Empl Baugesellschaft m.b.H. in Mittersill Bestbieter.  

Sanierung Dabererweg 2013

Mitte April 2013 war Start bei der Sanierung des Daberer Weges. Die derzeitige Erschließung des Dabererhofes als Erd- bzw. Schotterweg soll zeitgemäß erneuert werden: 
Standsichere Böschungen, Asphaltdecke, Einbau von Drainagen und talseitigen Leitschienen.
Die Weglänge beträgt ca. 330 lfm. Zudem ist die Brugger-Brücke zu erneuern.
Bestand derzeit: Stahlträger mit Holzbedielung - Tragfähigkeit 12 to. Diese Konstruktion wird ersetzt durch 3 Stahlbetonelemente mit einer Länge von 830 cm, Breite 141 cm und Höhe 51 cm. Die Tragfähigkeit der neuen Brücke beträgt 40 to.

Die Weganlage ist teilweise als öffentliches Gut der Gemeinde Schlaiten ausgewiesen und teilweise im Privatbesitz des Hofeigentümers. Da an Interessensgemeinschaften höhere Förderungen für derartige Hoferschließungen ausbezahlt werden, als an Gemeinden, war es notwendig eine "Bau- und Erhaltungsgemeinschaft Hofzufahrt Daberer" zu bilden und Bau und Finanzierung über diese abzuwickeln. 
Die Kostenschätzung für die gesamte Straßensanierung beträgt € 190.000,00 inkl. MWSt. Die Bau- und Erhaltungsgemeinschaft erhält dafür eine Förderung in Höhe von 70 %. Der Rest ist über Bedarfszuweisungen und Eigenmittel zu finanzieren.

 

Baugeschehen Wasser-Kanalarbeiten 2013

Im Jahre 2012 wurde mit dem letzten Bauabschnitt der Ortskanalisation BA 03 begonnen. Im Bereich der Straßensanierungsabschnitte in Göriach wurden bereits ca. 500 lfm Kanalrohre mitverlegt: Ein Teilabschnitt am Plattnerweg, sowie von der Abzweigung Plattnerweg bis zum Parkplatz in Göriach und weiters der Hausanschluss beim Gridling. Diese Arbeiten wurden von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Agrar Lienz - Amt für Landwirtschaft ausgeführt.

Noch im späten Herbst 2012 startete die Firma Empl Baugesellschaft m.b.H. mit der Ortskanalisation von Gantschach in Richtung Göriach. Noch im Dezember wurde das Wohnhaus auf der "Leite" - Vinzenz Tabernig HNr. 148 und die Hofstelle vlg. Untertschellnig an das Kanalnetz der Gemeinde Schlaiten angeschlossen. Über 700 lfm Kanalrohre wurden dabei verlegt.
Trotz anfänglicher Verzögerungen - viel Spreng- und Schremmarbeiten mit anschließender Querung der Zischgerbrücke - konnte der Bauzeitplan eingehalten werden.

Im April 2013, startete die Firma Empl mit der Ortskanalisation beim Innerkraßnig. Dabei wurden ca. 630 lfm Kanalrohre DN 150 verlegt und somit der Anschluss an das bestehende Kanalnetz in der Plone im Bereich der Hofstelle Huberfeld hergestellt.

Eine Neuerung gegenüber den früheren Arbeitsmethoden: 8 Stk PE- Rohre in 12-Meter-Stangen wurden beim Krassnig im Spiegelschweißverfahren zu einer Gesamtlänge von 96 Meter zusammengeschweißt und mit den Arbeitsgeräten über die Kanaltrasse hinuntergezogen und eingebaut. 
In der gleichen Trasse wurden auch die Wasserleitungsrohre PE100 eingebaut. Diese Erweiterung vom Innerkrassnig in Richtung Plone dient dem Aufbau einer Ringleitung und damit einer zusätzlichen Sicherheit im Verteilernetz im Falle eines Rohrbruches.

Da es im Bereich dieser Leitungstrassen kaum möglich ist, erforderliches Einbettmaterial anzuliefern, wird mittes Baggersieblöffel und bestehendem Aushubmaterial das notwendige feine Material gewonnen, um die Kanal- und Wasserleitungsrohre einzubetten und damit vor Beschädigungen zu schützen. 


  

Felssicherungsarbeiten an der Göriacher Straße

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Am Samstag, 25.05.2013 wurde die Göriacher Straße durch einen Felsabbruch im Bereich unterhalb der Daberlebrücke verlegt. Bereits im Vorfeld fanden verschiedene Begehungen (Landesgeologie, Wildbach- und Lawinenverbauung und Agrar-Lienz) statt. Da keine unmittelbare Gefährdung des Siedlungsraumes vorliegt, können von der Wildbach- und Lawinenverbauung keine Sicherungsmaßnahmen durchgeführt
werden.
Die Sicherungsmaßnahmen können jedoch über Elementarschäden abgerechnet werden. Dafür erhält die Gemeinde 50 % Bundesmittel – KAT-Schäden. Über eine Länge von ca. 150 m wurde von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit Bediensteten vom Maschinenring Lienz der Bewuchs und loses Felsmaterial entfernt, abgeräumt. An einzelnen Stellen wurden mittels Schreitbagger Dämme angelegt, sodass kleineres loses Material in diesen Dämmen liegen bleibt und nicht auf die Göriacher Straße abrutscht. 
Einige Abschnitte sind mit einem Schutzzaun zu sichern. Stellenweise wird mit dem Anbringen eines Steinschlagnetzes direkt auf den Felsen die notwendige Sicherheit gewährleistet.

 


Sanierung der Göriacher Straße
Im Rahmen der Kanalisierung BA 03 in der Fraktion Göriach bietet sich die Möglichkeit an, am Teilstück von der Abzweigung Plattnerweg bis zum Parkplatz auch die Straßensanierung durchzuführen. Weiters könnte auch auf einem ersten Teilstück am Plattnerweg gleichzeitig mit der Kanalisierung die Generalsanierung der Gemeindestraße durchgeführt werden. Die Abt. Agrar Lienz der Landesregierung schätzt die Gesamtbaukosten mit € 130.000,00 (ohne Kanalisierung). Die Gemeinde erhält für diese Sanierung letztmalig eine Förderung aus dem Verkehrserschließungsprogramm ländlicher Raum.
Mit dieser Sanierung im Jahre 2012 wird das Projekt "Generalsanierung Gemeindestraße Schlaiten-Göriach" seitens der Agrar Lienz endgültig abgeschlossen werden. Noch ausstehende Arbeiten, wie z.B. im Bereich Daberle - müssen künftig über die laufenden Straßensanierungsarbeiten finanziert werden. 

   

Stand - Hackgutheizung für Gemeindehaus und Vereinshaus
Die enorm hohen Brennstoffkosten für die Beheizung von Gemeindehaus, Vereinshaus und Volksschulgebude hat die Gemeinde Schlaiten veranlasst, über mögliche Alternativen nachzudenken. Da die Gemeinde Schlaiten auch über die notwendigen erneuerbaren Energieressourcen (Brennholz) verfügt, wäre es naheliegend, die derzeitige Ölheizung durch eine Hackgutheizung zu ersetzen. Beim derzeitigen Preis für Heizöl EL betragen die jährlichen Heizkosten allein für diese 3 Gebäude ca. € 16.000,--.  Kindergarten und Bauhof werden derzeit elektrisch beheizt - auch hier wäre eine Umstellung sinnvoll. Das Feuerwehrhaus wird mit Heizöl beheizt - allerdings sind die jährlichen Heizkosten relativ gering und daher eine Umrüstung nicht sehr sinnvoll.
Die Kosten für das Hackgut für die 3 Gebäude belaufen sich auf ca. € 4.000,-- pro Jahr. Die jährliche Einsparung beträgt somit ca. € 10.000,00. Es wäre vorerst ein idealer Standort für die Heizung und Hackgutlagerung zu finden. Eine ursprünglich angedachte Adaptierung der Räumlichkeiten im Bauhof wurde nicht weiter verfolgt, da die Anrainer in der Reihenhausanlage Zerapp Einwände gegen den Betrieb einer Heizanlage im Bauhof vorgebracht haben. Die Reihenhausanlage besteht seit dem Jahr 1992. Erst 1993 wurde der Gemeindebauhof errichtet und wieder ein Jahr später ging die Abfallsammelstelle in Betrieb, die einiges an Lärm mit sich brachte. Der Gemeinderat hat daher den Bauhof als möglichen Standort für eine Hackgutheizung aufgegeben. Die Errichtung von neuen Räumlichkeiten ist natürlich mit höheren Kosten verbunden, daher muss vorerst ein neuer Standort gefunden werden, sowie die Wirtschaftlichkeit einer derartigen Nahwärme-Versorgungsanlage noch einmal durchgerechnet werden.
Das Ziel sollte aber trotzdem sein, durch die Umstellung auf erneuerbare Energie und damit auf nachwachsende Rohstoffe nicht nur unsere Umwelt zu entlasten, sondern auch dafür zu sorgen, dass einiges an Wertschöpfung in unserer Region verbleibt.
Gerade eine Gemeinde sollte in dieser Hinsicht Vorbildwirkung zeigen und bei der Kosten-Nutzen-Rechnung auch die Umwelt und unsere Zukunft mit einbeziehen.