2009-05-24_griacher_kirchl.jpgIn der Fraktion Göriach, etwas abseits des besiedelten Raumes, mit wunderbarem Blick auf den Talboden steht in malerischer Lage der für eine Kapelle recht groß geratene Bau der Kirche zu den Heiligen Chrysanth und Daria.
Die im neuromanischen Stil errichtete Kirche wurde anlässlich einer Typhusseuche verlobt, die 1859 in Schlaiten 23 Todesopfer gefordert hatte. Nachdem die Fraktion Göriach verschont wurde, konnte 1860 mit dem Kapellenbau begonnen werden, der erst 1901 geweiht wurde. Die lange Bauzeit erklärt sich aus dem Umstand, dass die männliche ortsansässige Bevölkerung im Zuge der italienischen Freiheitskriege Militärdienst leisten musste und somit beim Bauvorhaben nicht mitarbeiten konnte. Die Größe des Baues wird auf die Tatsache zurückgeführt, dass man alle in der Gegend herumliegenden Steine, die als störend empfunden wurden, unterbringen wollte.


2005-10-26 griacher kirchtag pfarrer huber 3Der Hochaltar stammt aus dem Jahre 1888. Auf dem Altarbild ist die Kapelle mit den Bauernhäusern der Nachbarschaft, darüber die Heiligen Daria (mit Löwe) und Chrysanth (mit Drachen) abgebildet. In den Seitennischen des Altares befinden sich weiters Statuen der Heiligen Sebastian und des Hl. Florian.
Aufgrund des desolaten Bauzustandes musste die Kirche Anfang der 70er Jahre geschlossen werden. In den Jahren 1993 - 1995 erfolgte mit viel Engagement, des für die Fraktionskapelle Göriach verantwortlichen Propstes, Hansjörg Bichler, vlg. Gridling, die Restaurierung.
Im Rahmen eines Fraktionsfestes konnte das Göriacher Kirchl am 20. 8. 1995 neu geweiht werden.

pdfGedicht von zum Bau vom Göriacher Kirchl Barbara Heinz, geb. Gridling